Verband der Oecotrophologen e.V. (VDOE)
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Erschienen in der VDOE POSITION 1/2008
Frau Maginot-Rohde, Sie arbeiten als Oecotrophologin bei einem Hausgerätehersteller. Welche Funktion haben Sie dort?
Vor zwölf Jahren habe ich bei Electrolux als Referentin in der Schulungs- und Anwendungsabteilung, dem "Forum" angefangen. Zunächst war ich für die Marke AEG zuständig. Später kamen auch die Marken Electrolux und Zanussi dazu. Seit neun Jahren bin ich inzwischen für den gesamten Schulungsbereich verantwortlich.
War die Haushaltstechnik von Anfang an Ihr Ziel?
Begonnen habe ich das Studium mit der Berufsvorstellung "Ernährungsberatung", da ich als PTA häufig Kontakt mit Patienten mit ernährungsmitbedingten Krankheiten hatte. Während des Studiums habe ich aber festgestellt, dass mich die Haushaltstechnik wesentlich mehr anspricht. Das war der Grund, warum ich meine Schwerpunkte später auf diesen Bereich gelegt habe.
Wie sieht Ihr Berufsalltag aus?
Ich bin noch zu etwa einem Drittel im aktiven Schulungsgeschehen tätig. Im Moment betreue ich den Produktbereich Waschen und Trocknen. Hier bekomme ich die für mich wichtige "Bodenhaftung", das heißt den Kontakt zu unserer Zielgruppe, dem Handel. Ich führe die Schulungen für unseren Handel durch, erstelle aber auch die Schulungsunterlagen und führe als Wissensgrundlage Anwendungstests durch. Den Rest meiner Arbeitszeit verbringe ich mit der Entwicklung von neuen Schulungskonzepten - natürlich in Zusammenarbeit mit meinem Team. Hier geht es um wechselnde Projekte, wie zum Beispiel die Neugestaltung von Trainingsräumen oder die Einführung von E-Learning. Und schließlich bin ich für die Personalführung von neun Mitarbeitern verantwortlich.
Was schätzen Sie an Ihrem Beruf?
Die Abwechslung! Schon allein die permanente Veränderung unserer Geräte in allen Marken, die eine ständige Aktualisierung von Wissen notwendig macht, stellt mich fortlaufend vor neue Herausforderungen. Aber auch die Veränderung der äußeren Umstände, wie der Handelslandschaft oder Umstrukturierungen im eigenen Unternehmen fordern uns auf, immer wieder neue Wege im Training zu suchen.
Wie wichtig ist Ihr Oecotrophologie-Studium für Ihre Tätigkeit?
Sehr wichtig! Ich profitiere immer noch von der breit angelegten Ausbildung der TU München-Weihenstephan.
Welche Lehrinhalte benötigen Sie für Ihren beruflichen Alltag?
Am wichtigsten im Schulungsalltag sind natürlich die haushaltstechnischen Grundlagen. Aber auch auf Werkstoffkunde, Reinigungstechnologie, Ernährung und Lebensmitteltechnologie baue ich auf, denn wir betrachten ein Hausgerät ja nicht nur von der technischen Seite, sondern möchten den Nutzen aus Endverbrauchersicht hervorheben. Und da gehört zum Beispiel bei Waschmaschinen ja immer auch das Waschmittel dazu!
Welche Chancen sehen Sie für Oecotrophologen in der Haushaltstechnik?
Gerade in der Geräteindustrie sind die Chancen nach wie vor sehr gut, da Produkttraining für den Verkäufer die Basis für eine gute, hochwertige Beratung seines Kunden, dem Endkunden ist!
Haben Sie ein Motto?
Ja, mein Leitspruch lautet: "Der Weg ist das Ziel".
Das Interview führte Maria Hufnagl
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