Verband der Oecotrophologen e.V. (VDOE)
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Erschienen in der VDOE POSITION 3/2007
Frau Grohmann, Sie sind Chefredakteurin des Magazins "VerpflegungsManagement". War Redakteurin von Anfang an Ihr Berufsziel?
Dazu bin ich auf Umwegen gekommen. Nach einer ersten Station als Pharmareferentin betreute ich als PRBeraterin Foodetats. Als unser Sohn geboren war, habe ich mich 1995 mit meinem Redaktionsbüro selbstständig gemacht. Durch bereits vorhandene Kontakte bekam ich von Anfang an regelmäßig Aufträge von einer Fachzeitschrift aus der Gemeinschaftsverpflegung. Der Wechsel zur Zeitschrift VerpflegungsManagement im Jahre 2002 brachte dann eine weitere Spezialisierung auf das Thema "Verpflegung in Kliniken und Altenheimen".
Und seit wann sind Sie Chefredakteurin?
Nachdem ich vier Jahre lang für die Food- und Reportagethemen verantwortlich war, bot man mir mit dem Heft 1 in 2006 die Position der Chefredakteurin an. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, bei der viele neue Herausforderungen hinzugekommen sind.
Ihr Berufsalltag ist bestimmt nicht eintönig. Wie sieht er aus?
Den größten Teil der journalistischen Arbeit erledige ich vom Home-Office aus. Wichtig ist der intensive Austausch mit den Kollegen des Verlags. Im Schnitt bin ich einmal pro Woche vor Ort. Wir legen den aktuellen Redaktionsplan fest und besprechen, welche Themen von freien Autoren übernommen werden. Die Betreuung der Autoren, vom Briefing bis zur Terminkontrolle, liegt bei mir. Natürlich schreibe ich auch selbst, dabei übernehme ich in erster Linie Reportagen, mit denen wir beispielhafte Verpflegungskonzepte oder -lösungen vorstellen. Um Termine, wie etwa Pressekonferenzen wahrzunehmen, ist eine häufige Reisetätigkeit notwendig. Ich besuche Tagungen und Kongresse; auch Messetermine sind Pflicht. Zu meinen Aufgaben gehört ebenfalls die Betreuung der Heftproduktion, damit am Ende nicht nur der Inhalt, sondern auch das Layout stimmt.
Was schätzen Sie an Ihrem Beruf besonders?
Vor allem seine Vielseitigkeit: Themenplanung, Recherche, der Kontakt mit der Branche, das Schreiben und die Umsetzung der Artikel ins Layout machen mir ebenso viel Spaß wie die organisatorischen Aspekte. Als Chefredakteurin habe ich einen großen Gestaltungsspielraum. An meinem Beruf schätze ich außerdem, dass sich Familie und Job vereinbaren lassen. Mein Glück war, den Umfang meiner Tätigkeit allmählich steigern zu können.
Würden Sie für Ihre Tätigkeit wieder Oecotrophologie studieren?
Ich würde mich wieder dafür entscheiden. Mit dem Wissen von heute würde ich die Schwerpunkte an der Uni sicher etwas anders setzen. Außerdem würde ich heute neben dem Studium bereits als freie Mitarbeiterin bei Tageszeitungen oder Fachzeitschriften versuchen, Schreiberfahrungen zu sammeln.
Welche Chancen sehen Sie für Oecotrophologen bei Fachzeitschriften?
Fachwissen wie Ernährungslehre ist in den Fachzeitschriften der Gemeinschaftsverpflegung, aber auch bei Food-, Handels- und Gastro-Titeln häufig nur am Rand gefragt. Marketingkenntnisse, kombiniert mit einem breiten Wissen über die Lebensmittelbranche sind hilfreich. Punkten können Oecotrophologen, wenn sie Praxisabläufe kennen und die Sprache der Branche sprechen. Aber das sind Tugenden, die jeder Journalist unabhängig von der Art seines Studiums mitbringen muss.

Ulrike Grohmann, schätzt Ihre Freiräume als Redakteurin.
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