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Bericht von PR-Netzwerktreffen 2009 in Köln

Sprich, damit ich dich sehen kann

Erschienen in der VDOE POSITION 1/2010

 

„Sprich, damit ich dich sehen kann“ – mit diesem Satz des griechischen Philosophen Sokrates traf Viktoria Balensiefen von der Bad Godesberger Ideale-Agentur für Marketing gedanklich ins Zentrum des 7. PR-Netzwerktreffens, das am 20. November unter dem Titel „In Szene gesetzt! – Sich selbst und andere vermarkten“ in Köln stattfand. Mit der Rekordbeteiligung von 65 Teilnehmern, so die VDOE-Vorsitzende Dr. Andrea Lambeck in ihrem Grußwort, liefere das PR-Netzwerk ein Paradebeispiel dafür, wie Networking funktionieren soll.

 

Im Mittelpunkt des Treffens standen der Wandel in der modernen (Ernährungs-) Kommunikation und die Herausforderungen, die er für Oecotrophologen in den Bereichen Medien und Öffentlichkeitsarbeit mit sich bringt. Wie stark sich die Kommunikation im Ernährungsbereich und damit auch die Aufgaben für Oecotrophologen in den letzten Jahrzehnten gewandelt haben, demonstrierten Nicole Burggraf und Patrizia Stitz von der Fullservice-Agentur für Food Innovation und Kommunikation Food Professionals in Sprockhövel. Gefragt sind demnach heute Schnelligkeit bei Innovationen, Nachhaltigkeit sowie Mehrwert statt Mittelmaß.

PR spielt dabei im Kommunikationsmix nach wie vor eine wichtige Rolle: Sie ist – so Nicole Burggraf – „der Storyteller, der Werbeaussagen in Mediengeschichten übersetzt“. Für diese Übersetzungsarbeit sind gerade im Bereich der Ernährungskommunikation immer noch Oecotrophologen erste Wahl. Gut ein Drittel der inzwischen auf 60 Mitarbeiter gewachsenen Agentur, die ihre Kunden von der Produktidee bis zum Point of Sale begleitet, sind denn auch Oecotrophologen.

Hans Dorsch, Kölner Medienschaffender und Buchautor mit Schwerpunkt im Bereich der neuen Medien, führte die Teilnehmer in die Welt der Social Media ein: Die Vernetzung im Web über Portale wie Xing, LinkedIn oder Facebook gehört demnach heute fast zwingend zur Netzwerkstrategie von Professionals.

TWITTERN SIE SCHON?

Heftig diskutiert wurde über Sinn und Zweck von Twitter (siehe hierzu auch den Bericht von Corinna Dürr in der POSITION 2/09) – ein Web-Dienst auf der Basis SMS-artiger Kurzmeldungen, der weltweit in kürzester Zeit Millionen Anhänger gefunden hat. Am Beispiel des Unternehmens Intersnack machte Dorsch anschaulich klar, wie inzwischen sogar Markenartikler versuchen, Twitter als Instrument der Markenkommunikation vor allem bei jungen Zielgruppen zu nutzen. VDOE-Pressefrau Astrid Donalies stellte fest, dass twitternde Oecotrophologen leider bis dato noch die absolute Ausnahme sind, und forderte die Teilnehmer zu aktiverem „Gezwitscher“ auf.

Victoria Balensiefen machte dann klar, dass Social Media die persönliche Kommunikation nicht ersetzen kann. Oecotrophologen sind oft auf Inhalte konzentriert. Aber: „Wir kaufen Dinge, die wir brauchen, nur von Leuten, die wir mögen“, meinte Balensiefen. Sie betonte. dass z. B. in schwierigen Gesprächssituationen am Telefon der Gesprächserfolg zu 87 % von Haltung, Sprache und Stimme abhängt – und nur zu 17 % vom Inhalt. Bereits am Abend vor dem Treffen hatten die meisten Teilnehmer das Angebot einer Führung durch den WDR genutzt, während der eindrucksvoll deutlich wurde, welcher Aufwand hinter dem Output moderner Massenmedien steht: Mit ca. 4.500 festangestellten Mitarbeitern und etwa 30.000 (!) freien Mitarbeitern bietet der WDR auch jede Menge Nischen für oecotrophologische Themen.

Seht euch, damit ihr miteinander sprechen könnt: In den Netzwerksessions am späten Nachmittag wurde vor allem das Bedürfnis nach mehr Austausch und Kontakt auf regionaler Ebene deutlich, worauf sich spontan verschiedene Netzwerk-Mitglieder bereiterklärten, erste regionale Netzwerktreffen zu organisieren. Zum Schluss übergab Andrea Lambeck die Staffel für das nächste Netzwerktreffen an Ilona Berg, Irmingard Dexheimer, Barbara Nickerson und Claudia Schubert. Wer Anregungen und Ideen für das nächste Netzwerktreffen hat, das im November 2010 im Raum Mainz-Wiesbaden-Frankfurt stattfinden wird, kann sich gerne an eine der Kolleginnen wenden.

 

Dr. Friedhelm Mühleib

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