ÖG Berlin / Brandenburg: Jourvie - die Smartphone-App zum Erfassen von Ernährungsprotokollen

(21.05.15) 

Wie unterstützt man Menschen mit Essstörungen während der Therapie? Dieser Frage widmen sich Ekaterina Karabasheva und ihre Mitstreiter seit zwei Jahren und haben hierfür die App Jourvie (www.jourvie.com) selbst entwickelt. Durch die Vermittlung von Kristin Pelz, der ich hiermit danken möchte, galt das zweite Treffen im Jahr 2015 der örtlichen Gruppe (ÖG) Berlin/Brandenburg diesem Thema.
 
Die Zahl betroffener Menschen wird in Deutschland auf 2,3 Millionen geschätzt. Die Therapiekosten sind hoch und meist leiden die Betroffenen langfristig an körperlichen Schäden. Nur 50 % von ihnen können langfristig geheilt werden. Mit dieser Ausgangssituation wurde für Jourvie die Vision, ein gesundes Körperbewusstsein für die Erkrankten schaffen zu wollen, definiert. Ein wesentlicher Anknüpfungspunkt wird in der Therapie gesehen: hier existieren immer noch unpraktische und unzeitgemäße Dokumentationsformen für die Erfassung des Essverhaltens, die Fachkräfte sind schlecht vernetzt und die Kostenübernahme für die Therapie ist begrenzt.
 
Die App Jourvie ermöglicht es auf komfortable und hübsche Weise, das Essprotokoll und assoziierte Gefühle als Teil der Therapie diskret zu erfassen. Die Eingaben können gespeichert, gedruckt und versandt werden. Die App hat eine Erinnerungsfunktion und bietet Motivation und Unterstützung auch dadurch, dass Bewältigungsstrategien genutzt und auch selbst hinzugefügt werden können. Seit Januar 2015 ist die App online und seitdem gab es mehr als 5000 Downloads.1200 Menschen benutzen die App regelmäßig.
 
Das Team der Jourvie gemeinnützige UG arbeitet mit der Charité zusammen und wird durch unterschiedliche Partner unterstützt. Gemeinsam wird über die Klinikkooperation mit Fachleuten beraten, welche Funktionen der App für die Unterstützung von Menschen mit Essstörungen hilfreich sind und welche nicht. Die Jourvie gemeinnützige UG verdient kein Geld, arbeitet ehrenamtlich und entwickelt die App nun weiter.
Ich bedanke mich hiermit sehr bei Ekaterina Karabasheva für ihren Besuch in der ÖG und für die spannende Diskussion bei den ÖG-Mitgliedern.
 
Dr. Eva Scharfenberg

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