ÖG Bonn: Besuch der neuen Mensa in Poppelsdorf

Hell, modern und lecker - ein Besuch in der Mensa Campo

(14.02.17) 

Die alte Mensa in Poppelsdorf ist Geschichte. Was einst als Pop-Mensa mehr oder weniger beliebt bei den Bonner Studenten war, erstrahlt heute in neuem Glanz mit innovativem Namen: Mensa Campo. Die ÖG Bonn durfte hinter die Kulissen blicken.

Der neu gestaltete Bau empfängt seine Gäste in einem hellen Foyer, das als zentraler Punkt der Mensa dient. Hier treffen Herr Anders, Pressesprecher des Studierendenwerks Bonn, Herr Birkenstein, stellvertretender Leiter der Hochschulgastronomie und Herr Masemann, Betriebsleiter der Mensaküche Campo die Örtliche Gruppe. Herr Anders erläutert zunächst die zentralen Aufgaben des Studierendenwerks: Wohnen und Essen, aber auch Finanzierung und Beratung im Rahmen des Studiums und übergibt dann das Wort an seine beiden Kollegen.

Unsere Führung begann im Eingangsbereich, in dem zwei große Monitore die Angebote des Tages präsentieren: drei verschiedene Pizzen, Gerichte mit und ohne Fleisch, diverse Beilagen und natürlich vegane Speisen. Ein riesiges Buffet, das neben Salaten verschiedene Suppen, Fleischspieße und Kartoffeltaschen bietet, vervollständigt das Angebot. Natürlich ist alles sorgfältig gekennzeichnet mit Zusatzstoffen, Allergenen und weitere nützlichen Hinweisen wie zum Beispiel der Fleischsorte – die Infos sind auch über eine App abrufbar.
Essensausgabe und Speisebereiche verteilen sich auf zwei Ebenen. Hier gibt es 1300 Plätze auf denen derzeit knapp 3000 Essen pro Tag verzehrt werden. Alles ist klar gegliedert, der Platz gut genutzt, aber nirgendwo so knapp bemessen, dass eine dicke Uni-Tasche hängen bleiben würde. Besondere Highlights im Erdgeschoss sind die Pizzastation, wo vor den Augen des Gastes die Pizza belegt und gebacken wird und die Pastatheke mit eigener Nudelmaschine, die laufend aus hausgemachtem Teig Nudeln in allen erdenklichen Formen produziert. „Die Köche verstecken sich nicht mehr, sondern man kann ihnen bei der Arbeit über die Schulter schauen“, freut sich Herr Birkenstein. Das ist aber nicht nur hier möglich, sondern auch durch zahlreiche Fenster, die es den Gästen erlauben, in viele Bereiche der Küche zu blicken.

Die Bonner ÖG durfte aber nicht nur durch die Fenster schauen, sondern den Küchenbereich auch betreten. Nachdem alle vorschriftsmäßige Schutzkleidung trugen, führte Herr Masemann durch Lager, Küche und Spülküche. Insgesamt arbeiten hier rund 55 Angestellte mit modernster Technik. Kippbratpfannen und Kombidämpfern verfügen über Touchpads, mit denen Garverfahren, Temperatur und Dauer gesteuert werden. Sämtliche Kühlanlagen sind computerüberwacht, die Arbeitstische hydraulisch höhenverstellbar und organische Abfälle gelangen über ein Schachtsystem direkt in einen Entsorgungstank, der von außen geleert wird.
Auch die Spülküche ist auf dem neuesten Stand der Technik. Direkt vom Transportband räumen mehrere Personen Teller, Schüsseln und Gläser in große Bandspülmaschinen. Das Besteck hingegen hebt ein großer Magnet von den Tabletts ehe diese in der Tablettspülmaschine verschwinden. Das funktioniert meist reibungslos, sofern die Gäste ihren Müll selbst entsorgen und Teller, Schüsseln und Tabletts nicht stapeln. Diese vermeintliche Freundlichkeit führt schnell zu Störungen im Betriebsablauf.

Zu guter Letzt gab es Mittagessen. Pizza, Pasta aber auch das Salatbuffet wurden für gut befunden. Obwohl der Speiseraum mittlerweile gut gefüllt war, blieb der Geräuschpegel erfreulich niedrig. Ein Tischgespräch mit mehreren Personen war mühelos möglich. Gut informiert und satt verließen wir die Mensa über das helle Foyer und sind uns einig: die Sanierung der Mensa Campo ist rundum gelungen. Vielen Dank, für die ausgiebige Führung!

Die Mensa in Zahlen
•    Sitzplätze: 500 im EG, 800 im OG plus 250 im Außenbereich
•    Essen: circa 3000 pro Tag
•    Kapazität: 6000 Essen pro Tag (im Schichtbetrieb 10 000)
•    Teller: ca. 10 000
•    Personal: rund 55 Personen
•    Umbaukosten: rund 21 Millionen Euro

Julia Icking

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