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Zu zweit fährt es sich leichter

Ein Tandem schildert seine Erfahrungen mit FUNDAMENT

Berufsanfänger trifft alten Hasen und fordert: "Hilf mir weiter!" Sagt der Erfahrene: "Gerne, was soll´s denn sein?" Nicht ganz so lapidar, aber so ähnlich stellt sich der Beginn des VDOE-Mentoring-Programms dar.

Ziel ist es, als Tandem ein Jahr lang in ständigem Austausch zu stehen. Das erfordert gegenseitiges Verständnis, Disziplin und Ausdauer.

Belohnt werden Mentor und Mentee idealerweise mit Stolz, Zufriedenheit und einem Netzwerkpartner für die weitere berufliche Laufbahn. Mentee Karolin Lüddecke und Harald Seitz, Mentor, blicken gemeinsam auf ein positives Jahr zurück.


Was bedeuten "Ziele" im Mentoring?

Lüddecke: Im Mentoring habe ich gelernt, persönliche und berufliche Ziele zu formulieren, zu hinterfragen und selbstbewusst zu verfolgen. Durch neue berufliche Perspektiven waren diese Ziele sehr dynamisch. Entsprechend mussten wir unsere Zusammenarbeit neu ausrichten.
Seitz: Der Weg ist das Ziel. Keine Floskel, sondern Maxime. Beim Berufseinstieg sind erfahrungsgemäß so viele Türen offen, dass man die Orientierung leicht verlieren kann. Ich habe versucht aufzuzeigen und zu erklären, was nach der Schwelle kommt.


Wie ging´s voran?

Lüddecke: Persönlich habe ich davon profitiert, eine neutrale Person hinter mir zu wissen, die mich bei meiner beruflichen Orientierung unterstützte. Wesentlich für unsere Arbeit war dabei, dass mein Mentor keinen "Druck" auf mich ausübte. So konnte ich meinen eigenen Weg gehen und Selbstsicherheit gewinnen.
Seitz: Ziele sind sehr dynamisch, besonders für Berufsanfänger. Daher ist Flexibilität der Faktor, an dem sich ein Mentor messen lassen muss. Ich fühlte mich jedenfalls sehr wohl in der Rolle des hinteren Tandemfahrers: mitstrampeln, die Umgebung beschreiben, aber nie aktiv die Richtung bestimmen.


Fazit für das Tandem

Lüddecke: Die Zusammenarbeit hat mir gezeigt, wie wichtig Selbstreflexion in einer Orientierungsphase für mich ist. Die Unterstützung eines Außenstehenden mit seiner Kritik - ob positiv oder negativ - war sehr hilfreich für mich und ich habe gelernt, diese anzunehmen. Rückblickend würde ich mich wieder für FUNDAMENT entscheiden. Jedoch würde ich vielen Dingen mehr Zeit geben, sich zu entwickeln.
Seitz: Der Berufsalltag mit all seiner Routine hat immer wieder Tücken. Durch kritische Fragen meiner Mentee musste ich des Öfteren selbst überlegen, was ich wann und warum tue oder lasse. Der Vorteil: Reflexion führt zu mehr Kreativität. Fazit: Ich würde auf jeden Fall noch einmal mitmachen.

Karolin Lüddecke, Heidelberg
Harald Seitz, Bonn

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