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Zertifikat "Ernährungsberater/in VDOE"

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Das Zertifikat existiert seit 1994 und ist eine Zusatzqualifikation, die auch mit einem Wettbewerbsvorteil verbunden ist. Es stellt ein Qualitätsmerkmal für die fachkundige Ernährungsberatung und -therapie dar und dokumentiert, dass der Inhaber seine besondere fachliche Eignung nachgewiesen hat und sich berufsbegleitend regelmäßig weiterbildet. Wer das Zertifikat erlangt hat, erfüllt die Anbieterqualifikation für Ernährungsberater, die im Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbandes der Krankenkassen gefordert wird.
Über 1.000 VDOE-Mitglieder haben mittlerweile das VDOE-Zertifikat erworben.

Rekord: Tausendstes Zertifikat

Erfahrungsbericht: Zwei von 1.000 Wegen zum VDOE-Zertifikat

Einen Überblick zu den verschiedenen Zertifikaten und Registrierungen mit den Voraussetzungen, unterschiedlichen Wegen und Anforderungen gibt dieser Beitrag der Fachzeitschrift Ernährungs Umschau.

Zugangsvoraussetzungen
Aufbau des Zertifikats
Voraussetzungen für die Vergabe des Zertifikats
Ablauf des Anerkennungsverfahrens
Erwerb des VDOE-Zertifikat-Logos
Nachzertifizierung/Aktualisierung
VDOE-Expertenpool

Zugangsvoraussetzungen

Der VDOE bietet Hochschul-Absolventen mit einem Diplom, Bachelor oder Master of Science in Oecotrophologie (mit ernährungswissenschaftlicher Ausrichtung) oder Ernährungswissenschaft den Zugang zum Zertifikat "Ernährungsberater/in VDOE" an.
Folgende Abschlüsse sind zugelassen:

  • Oecotrophologen (ernährungswissenschaftliche Ausrichtung;
    Abschlüsse: Diplom, Master, Bachelor)
  • Ernährungswissenschaftler (Abschlüsse: Diplom, Master, Bachelor)
  • Diplom-Ingenieure Ernährungs- und Hygienetechnik, Schwerpunkt „Ernährungstechnik“
  • Diplom-Ingenieure Ernährung und Versorgungsmanagement, Schwerpunkt „Ernährung“
  • Gegebenenfalls Bachelor- und Masterstudiengänge anderer Studiengänge mit Anerkennung des Studiengangs nach den Zulassungskriterien

Für Absolventen oecotrophologischer und ernährungswissenschaftlicher Studiengänge, die eine Tätigkeit in der Ernährungsberatung anstreben, gibt es einheitliche und klar definierte Kriterien für die Zulassung zur Zertifizierung bzw. Registrierung für die primärpräventive Ernährungsberatung. Darauf einigten sich die zertifizierenden Institutionen DGE, VDOE, VFED und QUETHEB mit den Hochschulen und Universitäten, die entsprechende Studiengänge anbieten.

Aufbau des VDOE-Zertifikats

Für das Zertifikat ist der Nachweis von 28 Seminartagen aus unterschiedlichen Themenbereichen (Bausteinen) nötig. Aus jedem Bereich ist eine festgelegte Anzahl an Seminartagen nachzuweisen.

Ein Seminartag umfasst in der Regel 8 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten. Alle mit Bausteinen gekennzeichneten Seminare des VDOE-Weiterbildungsprogramms können für das Zertifikat angerechnet werden. Die Zuordnung der VDOE-Seminare zu den genannten Themenblöcken/Bausteinen ist in der jeweiligen Seminarbeschreibung aufgeführt. Weiterhin werden viele Seminare vergleichbarer Einrichtungen anerkannt. Zertifikatsbewerber sollten darauf achten, dass ein Baustein nicht vollständig durch einen einzigen Seminaranbieter abgedeckt wird. Eine Ausnahme bilden hierbei VDOE-Seminare. Im Rahmen der erforderlichen Seminartage in den einzelnen Bausteinen bleibt die konkrete Themenauswahl und die zeitliche Gestaltung dem einzelnen Zertifikatsinteressenten überlassen.

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Voraussetzungen für die Vergabe des Zertifikats

Voraussetzungen bei Eingang der ersten Bewerberunterlagen ab 01.01.2014:

Für den Erwerb des VDOE-Zertifikats ist die Mitgliedschaft beim BerufsVerband Oecotrophologie e.V. erforderlich.

Zudem sind mindestens 16 der insgesamt erforderlichen 28 Seminartage aus dem VDOE-Weiterbildungsprogramm zu absolvieren. Der VDOE bietet u.a. spezielle, auch für Studenten geeignete und gekennzeichnete, Seminare an. Die restlichen 12 Seminartage können durch vergleichbare Angebote anerkannter Weiterbildungsträger abgedeckt werden. Berücksichtigt werden zudem die Belegung entsprechender Hochschulseminare im Bereich Beratung und  Erwachsenenbildung, die Ausbildereignungsprüfung, der Abschluss eines Referendariats oder eine Promotion mit ernährungswissenschaftlicher oder beratungsrelevanter Thematik.

Eine weitere Voraussetzung für die Zertifikatvergabe ist der Nachweis beruflicher Tätigkeiten in einem beratungsrelevanten Bereich der Oecotrophologie.

Die aussagekräftigen Nachweise der Tätigkeit sind keine Grundvoraussetzung für den Beginn des Zertifizierungsprozesses, sondern sind spätestens vor der Vergabe des Zertifikats per Post einzureichen:

  • 12-monatige Vollzeittätigkeit (im Rahmen der Berufstätigkeit ist eine Anrechnung von max. 4 Monaten adäquatem Praktikum möglich)

    oder

  • 18-monatige Halbtags- oder kontinuierliche Honorartätigkeit (im Rahmen der Berufstätigkeit ist eine Anrechnung von max. 6 Monaten adäquatem Praktikum möglich).

Zur „Anmeldung“ zum Zertifizierungsprozess benötigt der VDOE zunächst Kopien folgender Unterlagen von den Zertifikatsbewerbern (per Post):

  • Hochschulzeugnis (im Studienfach Beratung und Erwachsenenbildung belegte Seminare oder Übungen können für das Zertifikat berücksichtigt werden)
  • Abschlussurkunde der Hochschule (erworbener Titel)
  • Lebenslauf mit Foto

Weiterhin sind folgende Nachweise (kontinuierlich oder gebündelt) einzureichen:

  • Nachweise über 28 Seminartage, davon mindestens 16 Seminartage belegt beim VDOE
  • Nachweise der beratungsrelevanten Berufstätigkeit (und ggf. des adäquaten Praktikums) in der Oecotrophologie. Als Nachweise der Berufstätigkeit (oder des Praktikums) eignen sich: Arbeitszeugnisse, Bescheinigungen von Kooperationspartnern, Ärzten, Auftraggebern, Bildungsstätten, Firmen, Krankenkassen….


In den Bescheinigungen sollte aufgeführt sein:

  • Gesamtdauer und Stundenumfang
  • Arbeitsinhalte der Tätigkeit

Erweiterte Hinweise zum Praktikum:

  • Qualifizierung des Betreuers, ggf. Abteilung
  • eigenständig ausgeführte Aufgaben

Voraussetzungen für die Anrechnungsfähigkeit von Praktika:

  • Zeitpunkt: nach dem 3. Semester
  • Dauer: Mindestdauer 4 Wochen
  • Tätigkeitsbereich: Ernährungsberatung/Ernährungstherapie/Prävention (beispielsweise Kliniken, Krankenkassen, Ernährungsberatungspraxen)
  • Betreuung/Anleitung: Betreuung durch (idealerweise zertifizierte/registrierte) Oecotrophologen/Ernährungswissenschaftler oder Diätassistenten oder Ernährungsmediziner.

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Ablauf des Anerkennungsverfahrens

Die unabhängige Anerkennungskommission, die aus Vertretern der Universitäten/Hochschulen, einem Krankenkassenvertreter, dem VDOE-Vorstand sowie der Fachreferentin des VDOE besteht, entscheidet nach Durchsicht und Prüfung der vollständig eingereichten Unterlagen/Nachweise zweimal jährlich über die Vergabe der Zertifikate. 

Für die Anerkennung im Frühjahr sind alle nötigen Unterlagen bis zum 15. Januar, für die Anerkennung im Herbst bis zum 15. Juli in der Geschäftsstelle einzureichen. Sollte das letzte benötigte Seminar in dem Zeitraum Februar/März bzw. Juli/August stattfinden, sind dem VDOE exakte Angaben über den Titel, das Datum und den Seminaranbieter bereits bis zum 15. Januar bzw. 15. Juli vorab mitzuteilen und die Teilnahmebescheinigung hierzu unverzüglich nachzureichen.

Nach Prüfung der vollständig eingegangenen Unterlagen, der Zustimmung durch die Anerkennungskommission und nach Zahlung der Bearbeitungsgebühr von 60,00 Euro zzgl. MwSt., erhält der neue Zertifikatsinhaber seine Zertifikats-Urkunde. Die Gebühr schließt die Möglichkeit der Nutzung des VDOE-Zertifikat-Logos bis zum Ende des dritten Jahres nach Vergabe des Zertifikats ein, soweit ein Logo-Nutzungsvertrag abgeschlossen wird. Zudem ist ein kostenpflichtiger Eintrag im VDOE-Expertenpool mit Angabe des Zertifikatlogos möglich.

Erwerb des VDOE-Zertifikat-Logos

Das VDOE-Logo ist eine beim Deutschen Patentamt rechtlich geschützte Bildmarke des Verbandes. Die Nutzung des VDOE-Zertifikat-Logos ist daher nur mit Genehmigung des Verbandes möglich und im Einzelnen in einer Logo-Richtlinie geregelt. Voraussetzung für die Nutzung ist der Abschluss eines VDOE-Logo-Nutzungsvertrags, der u.a. zur Beachtung der Grundsätze der Berufsordnung verpflichtet. So kann das Logo von Freiberuflern zur Werbung für die angebotene Dienstleistung beispielsweise auf Visitenkarten, Briefpapier, Praxisschildern, Praxisbroschüren und im Internet personengebunden genutzt werden.

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Verlängerung der Gültigkeit des Zertifikats durch kontinuierliche Weiterbildung (Nachzertifizierung/Aktualisierung)

Das Zertifikat ist für 3 Jahre gültig, wobei das Kalenderjahr des Erwerbs nicht mit eingerechnet wird. Für die Aktualisierung des Zertifikats muss der Zertifikatsinhaber seine kontinuierliche Weiterbildung  zwischen dem Datum des Zertifikatserwerbs und dem angegebenen Ablaufdatum der Urkunde dokumentieren. 

Für die Nachqualifizierung ist ausschließlich das Punktesystem gültig (aktuelle Bedingungen ab 1.1.2015), das der VDOE gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) und dem Verband der Diätassistenten Deutscher Bundesverband e. V. (VDD) entwickelt hat. 

Innerhalb von drei Jahren werden 50 Fortbildungspunkte für die Aktualisierung des Zertifikats benötigt. Neu ab 2015 ist, dass  davon 15 Punkte durch VDOE-Veranstaltungen, z.B. Seminare, Jahrestagung, Netzwerktreffen abgedeckt sein müssen. Dies ist erstmals von Zertifikatsinhabern nachzuweisen, deren Urkunde am 31.12.2017 abläuft. 

Wie weise ich die kontinuierliche Weiterbildung nach?
In einem Dokumentationsbogen sind die besuchten Veranstaltungen mit ihren Fortbildungspunkten aufzulisten. Die Punkte können mit den Erklärungen zum Punktesystem und FAQ selbst berechnet werden. Die Auflistung ist zusammen mit den dazugehörigen aussagekräftigen Bescheinigungen bis spätestens 15. November vor Ablauf der Gültigkeit des Zertifikats bei der Geschäftsstelle einzureichen. Nach erfolgreicher Überprüfung der Nachweise wird das Zertifikat ab dem 1. Januar des Folgejahres für die kommenden drei Jahre verlängert.
Welche Kosten kommen auf mich zu?

Die Bearbeitungsgebühr für die Nachqualifizierung beträgt für Mitglieder 40,00 Euro zzgl. MwSt.. Dieser Betrag schließt die Möglichkeit ein, einen bestehenden Vertrag über die Nutzung des VDOE-Zertifikat-Logos zu verlängern oder zu erwerben.

Wird die Frist für die Nachqualifizierung nicht eingehalten, erlischt die Gültigkeit des Zertifikats und die Logonutzung ist nicht mehr möglich. Eine Aktualisierung ist in Ausnahmefällen zu einem späteren Zeitpunkt möglich, wenn die erforderlichen Weiterbildungsnachweise für den gesamten Zeitraum nachgereicht werden. 

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VDOE-Expertenpool

Bei allen Zertifikatsinhabern, die sich kontinuierlich fortbilden, wird bei einer Aufnahme in den VDOE-Expertenpool zusätzlich zu Kontaktdaten und Profil das VDOE-Zertifikat-Logo abgebildet.

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Urte Brink
Referentin Ernährungsberatung und Weiterbildung

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