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InhaltMehr Gemüse, mehr Ballaststoffe, kleinere Portionen: Der Einsatz moderner GLP-1-Medikamente zur Behandlung von Adipositas geht mit verändertem Lebensmittelkonsum einher, das zeigen aktuelle Untersuchungen aus den USA und Großbritannien.
Obwohl die Verbreitung dieser Therapien derzeit noch begrenzt ist, reagieren Lebensmittelindustrie und Gastronomie in anderen Ländern bereits mit speziellen Sortimenten auf die veränderten Ansprüche der Haushalte, in denen GLP-1-Medikamente genutzt werden. Ob es sich dabei um einen vorübergehenden Effekt oder den Beginn eines tiefgreifenden Wandels der Esskultur handelt, ist derzeit noch offen.
Unklar bleibt zudem, wann und in welcher Form diese Entwicklung Deutschland erreichen wird und welche Konsequenzen sich daraus für die Arbeit der Fachberufe rund um Ernährung und Gesundheit ergeben. Klar ist hingegen: Mit der Perspektive oraler Varianten und dem Auslaufen von Patenten könnte sich diese Dynamik bald beschleunigen. Eine umfassende Vorbereitung erlaubt es, die Veränderungen von Anfang an adäquat zu begleiten, Potenziale früh zu erkennen und Risiken vorzubeugen.
Die Stiftung wird diese Entwicklungen im Rahmen des 22. Heidelberger Kamingesprächs 2026 am 15. Juli 2026 wissenschaftlich einordnen und die Fakten ausgewogen erörtern.
Die Experten Jochen Matzer (Food Harbour, Hamburg) und Dr. Gert Bischoff (Krankenhaus Barmherzige Brüder, München) beleuchten aktuelle Erkenntnisse aus Medizin und Wirtschaft und diskutieren mögliche Zukunftsszenarien für Ernährung, Markt und Versorgungssysteme. Dabei wird insbesondere folgenden Fragen nachgegangen:
- Welche spezifischen Anforderungen stellen Nutzer*innen von GLP-1-Medikamenten (künftig) an das Sortiment der Lebensmittelindustrie und die Gastronomie?
- Welche Rückschlüsse lassen sich aus den Entwicklungen in den USA und Großbritannien ziehen, um den erweiterten Zugang von GLP-1-Medikamenten in Deutschland strategisch vorzubereiten und zu begleiten?
- Wie stark werden GLP-1-Medikamente das Konsumverhalten verändern – markieren sie den Beginn eines Endes der „Überfluss-Ernährung“ in Deutschland oder sollte ihr Einfluss auf den Massenmarkt nicht überschätzt werden?
Wenn Sie Interesse haben, an der Veranstaltung teilzunehmen, melden Sie sich gerne bei der Dr. Rainer Wild-Stifung per E-Mail.
Weitere Infos finden Sie auf der Veranstaltungsseite.