Ernährungsberatung und Ernährungstherapie in Deutschland stärken

Die OECD-Daten zeigen: Deutschland zählt zu den Ländern mit den höchsten Pro-Kopf-Gesundheitsausgaben, erreicht jedoch nur eine durchschnittliche Lebenserwartung. Diese Diskrepanz weist auf strukturelle Fehlsteuerungen hin.

 

Ernährungsberatung und Ernährungstherapie sind zentrale Bausteine einer modernen, präventionsorientierten und evidenzbasierten Gesundheitsversorgung. Ihre nachhaltige Stärkung ist kein alleiniges berufsständisches Anliegen, sie ist eine ernährungs- und gesundheitspolitische Notwendigkeit. 

 

In einem gemeinsamen Statement betonen Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), Verband der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband e. V. (VDD), BerufsVerband Oecotrophologie e. V. (VDOE), Verband für Ernährung und Diätetik e.V. (VFED) und QUETHEB – Deutsche Gesellschaft der qualifizierten Ernährungstherapeuten und Ernährungsberater e.V., dass Ernährungsberatung und Ernährungstherapie zentrale Bausteine einer modernen, präventionsorientierten und evidenzbasierten Gesundheitsversorgung sind. Die Organisationen: 

  • setzen sich für die Erweiterung der Heilmittel-Indikationen auf evidenzbasierter Grundlage ein, 
  • fordern eine gezielte Förderung der Forschung zur Wirksamkeit und Weiterentwicklung von Ernährungsberatung und Ernährungstherapie, 
  • treiben die Entwicklung von Qualifikations- und Qualitätsstandards voran und sichern damit Patientensicherheit und Versorgungsqualität, 
  • entwickeln gemeinsam Visionen und Konzepte für den evidenzbasierten Einsatz digitaler und KI-gestützter Systeme, und 
  • stehen für die enge Verknüpfung von Gesundheitsförderung, Prävention und Therapie als zentrale Säulen des Gesundheitswesens. 

 

Das gemeinsame Statement ist in der Ausgabe 05/2026 der Ernährungs Umschau erschienen und kostenlos auf der Website abrufbar.