Seminare in Kooperation mit DAAB

Seminare 2022

Menschen mit chronischen Bauchbeschwerden und/ oder unspezifischen, schlecht fassbaren Symptomen sind eine Herausforderung für Therapeuten und Therapeutinnen. Sie haben einen hohen Leidensdruck, eine geminderte Lebensqualität, häufig einen langen Leidensweg und beanspruchen demzufolge in der Regel viel Zeit, aber gleichzeitig ein fundiertes Wissen bzgl. Unverträglichkeiten einerseits und physiologischen Abläufen im Körper andererseits. Nicht selten geben sich Betroffene eine aus dem Internet „recherchierte Diagnose“ selbst, erhalten eine „Verlegenheitsdiagnose“ durch Mediziner*innen bzw. Ernährungsfachkräfte. Diese liefert dann die Grundlage für Pauschaldiäten, mit Hilfe derer sich die Verantwortung für den therapeutischen Erfolg auf den Betroffenen übertragen lässt. Von individueller symptomorientierter Beratung keine Spur. Nicht nur Lebensqualität bleibt damit auf der Strecke, sondern es lauern Gefahren und Risiken, die Patient*innen als Laien nicht ermessen können. Was haben wir diesen Pseudo-Diagnosen entgegenzusetzen und welche Vorgehensweise empfiehlt sich für allergologisch arbeitende Ernährungsfachkräfte?

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Referentin: Dr. Imke Reese

Seminar beendet. Anmeldung nicht mehr möglich.

Ernährungsfachkräfte werden bei der Beratung von Lebensmittelallergikern häufig mit anspruchsvollen Beratungssituationen konfrontiert. Das Leben der Betroffenen kann sich drastisch ändern, wenn die Diagnose einer (Lebensmittel)-Allergie gestellt wird, so dass in den Beratungen zunächst Ängste und Unsicherheiten der Ratsuchenden im Vordergrund stehen. Auch der Umgang mit traumatisierenden lebensbedrohlichen Anaphylaxien und Eltern, die an allen Fronten für ihre allergischen Kinder kämpfen, benötigen einen besonderen Zuspruch und Unterstützung. In diesem Seminar lernen die Teilnehmenden Methoden und Modelle kennen, die in diesem Setting unterstützend sein können. Außerdem wird das Beraterverhalten Thema sein, denn Haltung, Absicht und Erwartungen prägen den Therapieerfolg ebenso wie die fachliche Kompetenz. Übungen zur eigenen Klärung, zur Unterstützung der Selbstfürsorge und zum Stressabbau sind ebenso Bestandteil.

Referentin: Dipl.oec.troph. Sonja Poehls

Das Seminar wurde vom daab abgesagt!

In fast jeder Beratung und Therapieeinheit werden inhaltliche Wegweiser zu dieser Warengruppe an Betroffene gegeben. Das Warensortiment ist mittlerweile so vielgestaltig und auch therapeutisch nutzbar bzw. unzumutbar, dass wir dazu dringend ein Update erarbeiten müssen. Warenkunde, technologische und juristische Finten, ernährungsphysiologische Besonderheiten –wir wollen diese Produktgruppen von allen Seiten beleuchten: Welche Produkte sind hilfreich, von welchen Produkten sollten unsere verdauungsgestressten Patienten und Patientinnen eher Abstand nehmen? Dies und vertiefende Informationen mit vielen praktischen Beispielen, Verkostung und deren Umsetzung werden wir diskutieren.

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Referentin: Dipl.oec.troph. Christiane Schäfer, Schwarzenbek

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Allergien auf Grundnahrungsmittel treten vor allem im frühen Kindesalter auf und können das Wachstum, aber auch die sonstige Entwicklung der Betroffenen maßgeblich beeinträchtigen. Während die meisten der Grundnahrungsmittel-Allergien noch während der Kindheit wieder verschwinden, bleiben Allergien auf Nüsse und Erdnuß in der Regel bestehen. Deren Meidung ist zwar nur selten mit einer unzureichenden Nährstoffversorgung assoziiert, trotzdem sind die Anforderungen an betreuenden Therapeuten und Therapeutinnen hoch, da auftretende Reaktionen oftmals schwerwiegend, wenn nicht lebensbedrohlich sind. Erschwerend kommt hinzu, dass die Compliance der Betroffenen im Jugendalter oftmals nachlässt.

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Referent*innen: Dr. Imke Reese, München; Dr. Lars Lange, Bonn

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Permanente Unruhe im Bauch, Bauchschmerzen, wechselnde Stuhlkonsistenzen und eine zu starke Gasbildung führen bei zahlreichen unserer Patienten und Patientinnen zu einer deutlich eingeschränkten Lebensqualität. Zu strenge und falsche Ernährungsempfehlungen sowie endlose Lebensmittellisten im Internet verschlechtern die Situation häufig zusätzlich. Welche Kost ist nötig, damit der Darm seine Arbeit verrichten kann. Wie also sollte eine darmfreundliche Ernährung aussehen. Im Seminar wird zudem ein praktisches Vorgehen bei Betroffenen mit Unverträglichkeiten auf Laktose, Fruktose, Sorbit und Histamin besprochen. Pathophysiologie, Diagnose und Therapie stehen hier besonders im Fokus. An Fallbeispielen wird erlerntes Wissen angewandt und in Gruppenarbeiten konkrete Beratungskonzepte für unterschiedliche Unverträglichkeiten und Betroffenen mit „unruhigen Bäuchen“ erarbeitet.

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Referentin: Dipl.oec.troph. Anne Kamp, Neuenkirchen

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Neurodermitis ist eine multifaktorielle Erkrankung, bei der Nahrungsmittel zu einer Hautverschlechterung beitragen können. Doch welchen Einfluss haben sie wirklich und welche Mechanismen stecken dahinter? Wie können wir eine Nahrungsmittelunverträglichkeit diagnostizieren, wenn die Haut schon therapiert wird? Dieses Seminar liefert theoretische Hintergründe und praktische Vorgehensweisen in Diagnostik und Beratung von Betroffenen.

Für die Aufbereitung Ihrer Fälle bittet die Referentin um Zusendung von Fällen bis spätestens 14 Tage vor der Veranstaltung!

Referentin: Dipl.oec.troph. Amely Brückner, Buxtehude

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Bei der Behandlung der atopischen Dermatitis (AD) hat der potentielle Einfluss der Ernährung immer schon eine Rolle gespielt – oft allerdings wurde ihre Rolle auch oft überschätzt, ohne den wichtigen Stellenwert einer adäquaten Hautpflege zu berücksichtigen. Dies mündete nicht selten in umfangreichen Eliminationsdiäten.

Die chronische Urtikaria wurde ernährungstherapeutisch lange mit einer pseudoallergenarmen Ernährung in Verbindung gebracht. Erst in den letzten Jahren wird diese Hauterkrankung zunehmend auch als Systemerkrankung wahrgenommen. Metabolische Faktoren beeinflussen auch das Krankheitsgeschehen bei Akne und Psoriasis – und zwar deutlich mehr als bisher vermutet.

Das Seminar wird sich den verschiedenen Hauterkrankungen mit ihren externen Einflüssen widmen, die Auswirkungen des modernen Lebensstils darstellen und Zusammenhänge mit chronisch entzündlichen (Haut-)Erkrankungen erarbeiten.

ReferentInnen: Dr. Imke Reese, München; Prof. Dr. Nicolai Worm, München

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