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Berufspolitik

Wir machen uns stark für Oecotrophologen, Ernährungs-, Haushalts- und Lebensmittelwissenschaftler! Und das seit über 40 Jahren. Unsere Mitglieder profitieren von unserer berufspolitischen Arbeit - unabhängig, ob sie in der Wissenschaft, Ernährungberatung, Wirtschaft, Gesundheit oder anderen Branchen tätig sind.

Wir sind dafür auf vielen Bühnen aktiv, führen Gespräche und nehmen Termine wahr.
Einen Auszug der berufspolitischen Arbeiten sowie Infos zu Projekten und Aktionen finden Sie hier.

Entscheidung des G-BA zur ambulanten Ernährungsberatung
Rund ums Präventionsgesetz
Leitlinie zum Management Nahrungsmittelallergie
VDOE-Stellungnahmen

VDOE-Expertise beim CDU/CSU-Fachgespräch zum Thema Diabetes gefragt.
Ein Blog-Beitrag von Dr. Silke Lichtenstein

The European Nutrition for Health Alliance (EHNA)

Der VDOE engagiert sich in der deutschen Projektgruppe der EHNA gegen Mangelernährung. Unsere Ziele sind:

  • Bedarfsgerechte Ernährungsversorgung strukturell in allen Institutionen und im ambulanten Bereich implementieren
  • Rahmenbedingungen für die KollegInnen optimieren, sodass sie ihre Expertise einbringen können.

Hier arbeiten wir eng mit den anderen Mitgliedern der Projektgruppe zusammen.

Mehr Info zu EHNA
Artikel
von Vorstandsmitglied Ingrid Acker aus der VDOE-POSITION
Pressemitteilung zur Länderkonferenz am 3. und 4. November 2015 in Berlin
VDOE-Blog-Beitrag zu EHNA-Konferenz in Dubrovinik 

AG Mangelernährung

Das EHNA-Engagment spiegelt sich auch in der interdiszipilären neuen VDOE- Arbeitgruppe Mangelernährung wider:

Rund 1,5 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter einer Mangelernährung. Risikogruppen sind insbesondere Alte und chronisch Kranke. Der mangelhafte Ernährungsstatus verstärkt alters- oder krankheitsbedingte Einschränkungen. Die Lebensqualität und auch die Prognose der Betroffenen verschlechtern sich, wenn nicht eine qualifizierte Ernährungstherapie eingreift. Das setzt frühzeitiges Erkennen voraus. Auf der Pressekonferenz sprachen sich die Tagungspartner für ein obligates Screening auf Mangelernährung und die strukturelle Verankerung interdisziplinärer Ernährungsteams in Klinik und ambulant aus. Ein gemeinsames Maßnahmenpaket ist auf dem Weg, um strukturpolitische Prozesse mit zu gestalten. „Wir wollen multiprofessionelle ernährungstherapeutische Behandlungskonzepte als festen Bestandteil in den Versorgungsstrukturen etablieren. Qualifizierte Ernährungstherapeuten sind hier unverzichtbar“, so Ingrid Acker, stellvertretende VDOE-Vorstandsvorsitzende. „Gleichzeitig setzen wir uns für eine angemessene Erstattung der Ernährungstherapie durch die Kostenträger ein“, erklärte Acker. Unterstützend hat der VDOE eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die im Rahmen der Ernährung 2016 erstmals zusammentrat.

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)

G-BA-Entscheidung zum Thema "Heilmittel-Richtlinie: Nicht-Änderung der Richtlinie - ambulante Ernährungsberatung bei seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen und Mukoviszidose".

Damit der nicht durch das Gesundheitsministerium als Rechtsaufsicht des G-BA beanstandete Teil des Beschlusses vom 22.01.2015 in Kraft treten kann, sollte am 17. Dezember 2015 über eine Anpassung der Beschlussunterlagen entschieden werden.

Das Ergebnis der Sitzung vom 17.12.2015:Der Beschluss des G-BA vom 22.1.2015 ist nicht in Kraft getreten. Am 17.12.2015 lautet der Änderungsbeschluss: „Die ambulante Ernährungsberatung wird nicht als ärztlich zu verord­nende Einzelmaßnahme in die Heilmittel-Richtlinie aufgenommen. Dies gilt nicht für die Indikationen Mukoviszidose und seltene Stoffwechselerkrankungen, deren Regelung einer gesonderten Beschlussfassung vorbehalten bleibt.“

Diesem Änderungsbeschluss muss das BMG wiederum zustimmen.

Hintergrund: Im  Jahr  2000  hatte  das  Bundessozialgericht  der  Klage  einer  selbstständigen Diätassistentin stattgegeben, die sich in der Ausübung ihrer Berufsfreiheit behindert sah, weil die Diättherapie nicht in den Heilmittelrichtlinien (§ 92, Abs. 1 Nr. 6 SGB V) aufgeführt  ist.  Zur  Klärung  des  Sachverhaltes  forderte  das  Gericht  den Gemeinsamen  Bundesausschuss  (G-BA)  auf,  darüber  zu  entscheiden,  bei  welchen Indikationen  ein  therapeutischer  Nutzen  der  alleinigen  Ernährungsberatung  gegeben  ist  und  diese  somit  als  Heilmittel  in  den  Leistungskatalog  der  gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen werden kann. Am 22. Januar 2015 – 15 Jahre später – legte der G-BA seine Einsichten vor. In seinem Beschluss sieht der Ausschuss bei den meisten Indikationen keine medizinische Notwendigkeit für eine ambulante  Ernährungsberatung.  Dies  hat  weitreichende  Folgen  für  betroffene Patienten sowie für die qualifizierten Anbieter ambulanter Ernährungstherapie. Das  Gesundheitsministerium, Rechtsaufsicht des G-BA, hat den Beschluss in Teilen beanstandet.

Lesenswerte Beiträge zum Thema:

Interview mit Prof. Anja Bosy-Westphal (AG Ernährungsforschung des VDOE):
Kein Zweifel am therapeutischen Nutzen der Ernährungstherapie
VDOE POSITION Nr. 4-2015

Ernährungsberatung: Therapeutischer Nutzen und Förderung der Gesundheit
von Prof. Anja Bosy-Westphal,  Prof. Manfred J. Müller und Prof. Hans Hauner
Deutsches Ärzteblatt, 2015; 112(38): A-1516 / B-1271 / C-1243

Ernährungsberatung in Deutschland: Wirtschaftliches Einsparpotenzial wird nicht genutzt
von Harald Seitz im Presseinfo aid infodienst (Ausgabe 43/15 vom 21.10.2015) 

Präventionsgesetz

  • VDOE-Stellungnahme 2014: Gesetzentwurf zur Förderung der Prävention

In seiner Stellungnahme zum Entwurf des Gesetzes zur Förderung der Prävention an das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) plädiert der VDOE für eine Benennung, Konkretisierung und Priorisierung der Ziele im Bereich Ernährung.

Der Verband fordert den Gesetz-Entwurf beispielsweise in folgenden Punkten zu ändern bzw. zu ergänzen:

  • Aufnahme des Gesundheitsziels „Vermeidung von Fehl- und Mangelernährung“ sowie neben der „Prävention von Diabetes“ auch die Aufnahme der „Prävention von Adipositas und anderer ernährungs-mitbedingter Erkrankungen“
  • Leistungen zur individuellen Verhaltensprävention sollten auch ohne ärztliche Präventionsempfehlung möglich sein
  • Keine Nennung eines einzelnen konkreten Präventionsangebots im Gesetz, sondern Verweis auf den Handlungsleitfaden Prävention und in Bezug auf anerkannte Kurse Verlinkung auf die Zentrale Prüfstelle Prävention
  • Einbeziehung von nicht-ärztlichen Berufsverbänden, die mit der Durchführung der Präventionsmaßnahmen befasst sind, in die geplante Nationale Präventionskonferenz
  • Etablierung von regionalen Case-Managern / Setting-Beratern für die individuelle Verhaltensprävention

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier

  • VDOE-Stellungnahme 2013: Gesetzentwurf zur Stärkung der Prävention

Eine gesetzliche Stärkung und Weiterentwicklung der Gesundheitsförderung und Prävention ist aus Sicht des Verbandes unbedingt erforderlich. Der Verband verweist auf die offizielle Anerkennung der Berufsgruppe als Leistungserbringer für die Verhaltensprävention und drängt auf eine Einbeziehung der nicht-ärztlichen Berufsgruppen in die geplante Ständige Präventionskonferenz. Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung sollten nicht nur auf ärztliche Empfehlungen, sondern auch direkt in Anspruch genommen werden können.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier. 

Leitlinie zum Management Nahrungsmittelallergie

Die beiden Oecotrophologinnen Dr. Imke Reese und Christiane Schäfer haben an der Leitlinie zum Management IgE-vermittelter Nahrungsmittelallergien tatkräftig mitgearbeitet. Zum ersten Mal wird der VDOE als mitwirkender Verband auf einer Leitlinie genannt. Eine großartige Leistung der beiden VDOE-Mitglieder.

Die Leitlinie ist bis zum 31. Juni 2018 gültig und behandelt folgende Themenkomplexe:
•    Epidemiologie und häufigste Auslöser der Nahrungsmittelallergie
•    Prävention von Nahrungsmittelallergien
•    Klinik und Differenzialdiagnostik der Nahrungsmittelallergie
•    Diagnostik der Nahrungsmittelallergie
•    Verlauf und Therapie der Nahrungsmittelallergie
•    Aktuelle Entwicklungen zur Diagnostik und Therapie von Nahrungsmittelallergien
•    Nahrungsmittel als Berufsallergen

VDOE-STELLUNGNAHME 2016 ZUM EXPERTENSTANDARD ERNÄHRUNGSMANAGEMENT ZUR SICHERUNG UND FÖRDERUNG DER ORALEN ERNÄHRNG IN DER PFLEGE

In seiner an die Geschäftsstelle des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) gerichteten Stellungnahme hat der VDOE seine Einschätzungen zu ausgewählten Fragestellungen zusammengefasst. Aus Verbandssicht ist insbesondere sicherzustellen, dass die Aufgabe einer bedürfnisorientierten und bedarfsgerechten Ernährung als Schnittstellenaufgabe in multiprofessionellen Teams erfüllt werden kann. Die Einbeziehung von qualifizierten Ernährungsfachkräften wie Oecotrophologen und Ernährungswissenschaftlern ist dabei unbedingt erforderlich. Spezifische, auf fundierten Richtlinien basierte Ernährungs- und Versorgungskonzepte sollten in jeder Pflegeeinrichtung zur Verfügung stehen und eine Mangelernährung nicht nur beheben, sondern vor allem auch ihrer Entstehung vorbeugen.

VDOE-Stellungnahme zum Expertenstandard Ernährungsmanagement zur Sicherung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege

VDOE-Stellungnahme 2016 zum SPD-Dialogpapier: Gutes Essen, gutes Gewissen für alle

Der VDOE-Vorstand und -Geschäftsführung haben unter maßgeblicher Beteiligung des neuen VDOE-Arbeitskreises Versorgung eine umfangreiche Stellungnahme zum Dialogpapier der SPD-Fraktion „Gutes Essen, gutes Gewissen für alle“ abgegeben. Im Fokus des VDOE-Papiers stehen Ausführungen und Anregungen zur Ernährungsbildung und Verpflegung in KiTas und Schulen.

VDOE-Stellungnahme zum SPD-Dialogpapier: Gutes Essen, gutes Gewissen für alle

VDOE-Stellungnahmen 2011: Plädoyer für mehr Qualität

Ende 2011 hat sich der VDOE mit Stellungnahmen zu zwei aktuellen Vorlagen in die gesundheitspolitische Diskussion eingebracht. In den Vorlagen geht es um wichtige Weichenstellungen für Entwicklungen, die auch für die Berufsgruppe der Oecotrophologen und Ernährungswissenschaftler von großer Bedeutung sind. 

a) Stellungnahme zum IQWIG-Vorbericht zur Behandlung der Adipositas bei Patientenmit Diabetes Mellitus Typ 2

b) Stellungnahme zur geplanten G-BA- Richtlinie zur Heilkunde-Übertragung im Rahmen von Modellvorhaben.

Koordinierungskreis "Qualitätssicherung in der Ernährungsberatung und -therapie"

Die Bereiche „Ernährungsberatung” und „Ernährungsbildung” haben sich in den letzten Jahrzehnten stetig weiterentwickelt. Ernährungsberatung und -bildung werden heute von unterschiedlichen Berufsgruppen angeboten. Das Ziel der gemeinsamen Rahmenvereinbarung ist es, den Verbrauchern unterschiedliche Qualifikationen von Ernährungsfachkräften transparent zu machen. Der Koordinierungskreis hat diese für die qualifizierte Ernährungsberatung und die Ernährungstherapie sowie für die Ernährungsbildung erarbeitet.

Weitere Info

Rahmenvereinbarung

Fachberufekonferenz der Bundesärztekammer (BÄK)

Die Fachberufekonferenz (Fachberufe im Gesundheitswesen) wurde auf Initiative der Bundesärztekammer (BÄK) im Jahr 1989 ins Leben gerufen. Sie ist eine wichtige Plattform für den Informationsaustausch und die Kommunikation der Gesundheitsberufe. An die 40 Berufsverbände werden einmal jährlich eingeladen, um aktuelle Themen im Gesundheistwensen zu diskutieren. Beim VDOE übernimmt Christine Kalthoff den Kontakt.


Weitere Info

Arbeitsgruppe "Ernährung und Zahngesundheit"

„Ernährung und Zahngesundheit“ – dieses Thema hat erstmals Fachleute aus Ernährungswissenschaft, Ernährungsmedizin und Zahnmedizin an einen Tisch gebracht mit dem Ziel gemeinsamer und einheitlicher Empfehlungen. Die neu gegründete Arbeitsgruppe verfolgt die Zielsetzung, sowohl die allgemein anerkannten Empfehlungen zur gesunden Ernährung als auch oralprophylaktische Forderungen zu bündeln. Die Arbeitsgruppe besteht aus Mitgliedern der Fach- und Berufsverbände DGZMK (Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde), DGI (Deutsche Gesellschaft für Implantologie), DGK (Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde), DGKFO (Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie), DGP (Deutsche Gesellschaft für Parodontologie), DGPro (Deutsche Gesellschaft für prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien), DGZ (Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung), BZÄK (Bundeszahnärztekammer), DGEM (Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin), DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) und VDOE (BerufsVerband Oecotrophologie e. V.).

Aktionen

Mehr Oecotrophologen in die Leitlinienkommissionen!

Oecotrophologen sind in Leitlinienkommissionen nur selten vertreten, obwohl hier über die Diagnostik und Therapie wichtiger Erkrankungen diskutiert wird. Somit fehlt häufig die ernährungstherapeutische Sicht bei der Erarbeitung von Leitlinien. Damit sich dies zukünftig ändert und mehr Oecotrophologen einbezogen werden finden Sie hier eine Zusammenstellung von Leitlinien bei denen die Mitarbeit von Oecotrophologen sehr sinnvoll ist.

Örtliche Gruppen

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©Oliver Boehmer - bluedesign® (Fotolia
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© BerufsVerband Oecotrophologie e.V. (VDOE)