Claudia Wirth, Projektleiterin im Bereich Forschung und Entwicklung

Claudia Wirth, Projektleiterin im Bereich Forschung und Entwicklung

Mit welchen drei Worten würden Sie sich beschreiben?

Fokussiert, organisiert, gewissenhaft

Wie gestaltet sich Ihr beruflicher Werdegang? Welches waren und sind wichtige Stationen in Ihrem Leben?

Gleich nach meinem Studium der Ernährungswissenschaften an der Universität Jena begann ich als Trainee im Bereich Forschung und Entwicklung bei der Unternehmensgruppe Theo Müller. Dort bin ich bis heute, mittlerweile als Senior-Entwicklerin im Team Sauermilchkäse der Käserei Loose. Da ist es natürlich nicht verwunderlich, dass ich mich auch privat nach dem Credo „viel Eiweiß, wenig Fett“ ernähre, denn diese natürlichen Eigenschaften machen Sauermilchkäse zu einem spannenden Produkt.

 

Meine Karriere bei Müller startete ich nach der Universität in einem einjährigen Traineeprogramm, von dem ich nach über acht Jahren im Konzern noch immer profitiere. Man bekommt die Möglichkeit, alle Stationen zu durchlaufen, vom Qualitätsmanagement über die Produktion bis hin zu Forschung und Entwicklung, und das an allen nationalen Standorten. So ist man bereits im Berufseinstieg bestens vernetzt.

Was mögen und schätzen Sie in Ihrem Beruf am meisten?

An meiner beruflichen Tätigkeit als Projektleiterin in der Forschung und Entwicklung mag ich besonders, dass sie so abwechslungsreich ist ­– kein klassischer Bürojob. Es gibt täglich neue Herausforderungen und keinen Stillstand. Ein weiterer Pluspunkt ist die enge Teamarbeit. Gemeinsam sind wir verantwortlich für Neuproduktentwicklungen, Optimierungen und technologische Projekte, bei denen auch die Produktion, das Marketing und das Qualitätsmanagement mit eingebunden sind. Hier gilt es, Hand in Hand zusammenzuarbeiten, denn nur dann ist man erfolgreich. Das bedeutet Koordination und Effektivität im gelebten Produktentstehungsprozess.

 

In einem solchen entstehen tolle Produkte, wie zum Beispiel der Quäse Snack. Die praktischen Sauermilchkäsesticks eignen sich für zwischendurch oder als ausgewogene Salatbeilage. Unser Ansatz war eine conveniente Quäse-Variante zu entwickeln, die Sauermilchkäse-Neulingen den Einstieg in die Quäse-Welt erleichtert. Das Format, aber auch die Rezeptur überzeugten am Ende. Seitdem ist Quäse Snack eine wichtige Säule in der Quäse-Range.

Als Projektleiterin im Bereich Forschung und Entwicklung benötigt man eine gewisse Leistungsfähigkeit – natürlich unterstützt durch unseren Fitmacher, den Sauermilchkäse. 😉  Ja, eine gewisse Portion Spaß gehört auf der Arbeit eben auch dazu, sowie Freude daran, für Probleme die richtigen Lösungsansätze zu finden.

Wussten Sie schon immer, dass Sie das machen wollten, was Sie heute machen?

Eigentlich Nein, denn als Jugendliche wollte ich Tierärztin werden. Wegen meiner Tierhaarallergie ließ sich dieser Traum leider nicht verwirklichen. Meine Mutter gab mir nach der Schule den Anstoß, in Richtung Biologie zu gehen. Schließlich entschied ich mich für Ernährungswissenschaften. Dass der Beruf der Trophologin so vielseitig sein kann, war mir im Studium noch nicht klar. Ein zentraler Orientierungsgeber auf dem Berufsmarkt war der VDOE, auch Praktika waren enorm wichtig, um herauszufinden, in welche berufliche Richtung ich mich entwickeln möchte. Spätestens beim Schreiben meiner Diplomarbeit, bei der ich eine Humanstudie betreute, stellte ich fest, dass mir das Analytische liegt. Hierbei entwickelte ich auch meine selbstständige, wissenschaftliche und sehr strukturierte Arbeitsweise, die mir in meiner alltäglichen Arbeit zugutekommt. Die Diplomarbeit wurde sogar mit dem Oecotrophica-Preis ausgezeichnet.

Was würden Sie Studierenden Ihres Fachbereiches gern als Tipp mit auf den Weg geben?

Wenn ich jungen Studierenden und Berufseinsteigern einen Rat geben würde, wäre es folgender: Frühzeitig bewerben und immer auch den persönlichen Kontakt suchen. Das hat bei mir letztendlich zum Erfolg und Traumjob geführt. Außerdem noch ein ganz praktischer Tipp: Durchhalten und weitermachen! Noch heute denke ich, dass mich die Diplomarbeit am besten auf das Berufsleben vorbereitet hat.

Seit 1921 stellt die Käserei Loose Sauermilchkäse her, eine der ältesten deutschen Käsearten überhaupt. Mittlerweise ist Loose zum deutschlandweiten Marktführer im Sauermilchkäsesegment gewachsen und heute die einzige Sauermilchkäserei Europas, die ihren Quark selber herstellt. Als einer der Top-10-Hersteller im deutschen Käsemarkt bietet die Käserei Loose ihren Verbraucher*innen unter den Dachmarken Loose (darunter Quäse und Hausmacher), Harzbube und Bönsel eine große Auswahl an leckeren Käsespezialitäten.

 
 
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